Warum Sie häufig vor oder zwischen den Aufnahmen warten müssen

 

Nach Spritzen des radioaktiven Medikaments müssen Sie in der Regel zwischen 90 Minuten und 4 Stunden warten damit sich die Substanz im Körper verteilen kann. Die genaue Wartezeit ist von Untersuchung zu Untersuchung verschieden, jedoch planen Sie bitte ausreichend Zeit für Ihren Termin ein.

Was ist eigentlich Nuklearmedizin?

 

Die Nuklearmedizin wendet radioaktiver Isotope (Nuklide) zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken an.

Die Verfahren der Nuklearmedizin basieren auf der Indikatortechnik, bei der in Molekülen stabile Elemente durch ihre radioaktiven Isotope ersetzt werden. Mit kernphysikalischen Strahlungsmessgeräten wird die Aktivitätsverteilung markierter Verbindungen registriert und zur Analyse von Kreislauf- und Stoffwechselprozessen eingesetzt, Organanreicherungen der verschiedenen Radiopharmaka ermöglichen eine Funktionsdiagnostik nahezu aller Organsysteme.

Bei der Diagnostik unterscheidet man einerseits Messungen, bei denen ein im Inneren des menschlichen Körpers befindliches Radiopharmakon an der Körperoberfläche registriert wird (Radiojodtest, Szintigraphie, ...). Andererseits Messungen, bei denen Proben von Körperausscheidungen oder entnommene Blutproben im Labor gemessen werden (in-vitro-Diagnostik, Nierenclearance, ...).

Bei der Therapie wird das Radiopharmakon im zu bestrahlenden Gewebe angereichert.

Vorteile der nuklearmedizinischen Methoden: Eine geringe Strahlenbelastung (vergleichbar mit Röntgenuntersuchungen) und die geringe körperliche Belastung des Patienten während der Untersuchungen (bis zu einer Stunde ruhig liegen).

Die Nuklearmedizin ist eine medizinisch und physikalisch-technisch orientierte Disziplin. So arbeiten Nuklearmediziner, medizinisch technische Assistenten, Radiochemiker, Biochemiker, Medizinphysiker, Elektroniker und Informatiker bei der Durchführung der Untersuchungen, aber auch bei der Entwicklung neuer Methoden, eng zusammen. Durch die schnelle Entwicklung der modernen Rechentechnik ist es möglich geworden, so komplizierte Verfahren wie die single-photon-emission-computed-tomography (SPECT) oder positron-emission-tomography (PET) in den vergangenen 15 Jahren schrittweise einzuführen.

Die Nuklearmedizin ist neben der Röntgen-Computer-Tomographie und der Magnet-Resonanz-Tomographie ein wichtiges Teilgebiet in der bildgebenden Diagnostik. Sie liefert primäre und/oder zusätzliche diagnostische Ergebnisse und bildet so einen wichtigen Mosaikstein im gesamten Diagnostikbild.