Nuklearmedizin und Strahlenschutz

Die Nuklearmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, welches sich mit der Diagnostik und Therapie mit offenen Radionukliden beschäftigt.

Medizinische Bildgebung mittels schwach radioaktiven Substanzen

Insgesamt liegt die Strahlenbelastung (-exposition) durch nuklearmedizinische Untersuchungen heute deutlich unter der natürlich vorkommenden Strahlenbelastung in der Schweiz. Bei unseren Therapieverfahren ist diese jeweils auf die klinische Fragestellung zugeschnitten und übersteigt die natürliche Strahlenexposition i.d.R. nicht. In der Diagnostik werden häufig sogenannte Hybridgeräte, wie PET/CT und SPECT/CT, eingesetzt. Diese weisen einen zusätzlichen Strahlenbeitrag durch die CT-Komponente auf, die allerdings für nuklearmedizinische Anforderungen geringer ist als in der «klassischen» Radiologie.

Nähere Informationen zu der Strahlenbelastung in unseren Untersuchungen und Therapieverfahren entnehmen Sie bitte unseren Informationsbroschüren.

Strahlenrisiko für Patienten

Die Strahlenexposition nuklearmedizinischer Untersuchungen liegt im Bereich der durchschnittlichen natürlichen Strahlenexposition in der Schweiz und bedeutet keine gesundheitliche Gefahr für den Patienten.

Empfehlung / Hinweise:

  • Alle Untersuchungen erfolgen ambulant. Sie dürfen sich nach der Untersuchung frei bewegen.
  • Wir empfehlen in den ersten 24 Stunden nach Ihrer Untersuchung den Abstand (ca. 1m) und Kontaktzeiten insbesondere zu Kleinkindern und Schwangeren möglichst zu minimieren.
  • Nuklearmedizinische Untersuchungen werden nur in Ausnahmefällen bei Schwangeren durchgeführt. Sollten Sie schwanger sein oder stillen, bitten wir Sie, uns dies vor der Untersuchung mitzuteilen, damit wir Sie instruieren können, welche Vorsichtsmassnahmen getroffen werden müssen.
  • Wenn Sie reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen und häufiger Wasser lassen, werden die radioaktiven Substanzen rascher ausgeschieden und die Strahlenbelastung zusätzlich verringert.

Strahlenrisiko für Begleitpersonen

Das Risiko für Begleitpersonen ist so zu bemessen, dass eine maximal zusätzliche Exposition von 1 mSv/a erfolgen darf. Für unsere Untersuchungen und Therapien wird dieser Grenzwert streng eingehalten. Damit sind die Untersuchungen für beteiligte Angehörige und Begleitpersonen völlig ungefährlich.